Wer will schon mit der Straßenbahn auf den Puy de Dôme?

Der Tag fing schon schwierig an. Die Volvic Quelle war doch tatsächlich kein sanft vor sich hinsprudelndes Brünnchen und auch kein vulkanartiger Geysir…

Die kläffenden Wanderer – eigentlich kläfften ihre Hunde, doch die Wanderer sahen so aus! – nahmen der Burgruine nebenan auch jeglichen Rest von Romantik. Und kalt war es auch schon wieder. 

Doch was hat es mit der Straßenbahn auf sich? Nun, ich hab wohl eineinhalb Stunden lang versucht, den Weg da hoch zu finden, bevor ich kapiert habe, dass die ein Besucherzentrum und einen Panoramazug gebaut haben – der sah nicht anders aus als die Würzburger Straßenbahn.

Und ich fahr doch nicht mit so ner Bahn dort hoch, wenn ich das Moped dabei hab. Zudem wars immer noch wolkenverhangen.

So. Genug gejammert. ?

 

Drei schöne Städte lagen ja noch vor mir: Aurillac, Cahors und Sarlat. 

Unterwegs hab ich mir erst mal in einer Käserei auf dem platten Land einen Mittagssnack geholt,

den ich dann in Aurillac, nachdem ich meine Elise wieder mittendrin abgestellt hatte, zusammen mit einem Baguette genossen habe. Und morgen gibt’s den zweiten Teil davon.

Cahors als historische Stadt war dann noch hübscher, vor allem die Pont Valentré.

Unterwegs gibt’s hunderte Gelegenheiten, anzuhalten und Bilder zu schießen, hier eine kleine Auswahl. 

Apropos Auswahl: die Route, die ich heute erwischt habe, war genial, fast nur Nebenstraßen, rauf und runter und herrlich kurvig ? und das WETTER… ?

 

Sarlat-la-Canéda ist der absolute Hammer. Eine komplett im Mittelalter Stil erhaltene Altstadt. Viel hab ich davon noch nicht gesehen, denn die Gastgeber, bei denen ich ein Zimmer gefunden habe, haben alle Hausgäste erstmal auf ein Glas Wein auf die Terrasse eingeladen – so ist der leichte Schiefstand auf meinen Fotos (der hier im Kommentar schon auf die Schippe genommen wurde) auch wieder gesichert ?

 

Morgen gibt’s mehr von Sarlat…

Au revoir! 

Beisewäi:

Hier die Route des Tages, würde mich freuen, wenn einer es ausprobiert und mir Feedback gibt, ob das funzt. Danke!

https://goo.gl/maps/AkqWRyWZ7hK2

 

Vogesen – Burgund – Auvergne

Da war ich selbst ganz erstaunt, was an einem Tag zurückgelegt werden kann…

Los ging’s durch einen Teil der Vogesen – genauer hoch zum Elsässer Belchen (Ballon d’Alsace) – bei verhangenem Himmel, doch immerhin schöne Bergstraßen waren dabei zu fahren, vorbei an einem kleinen Stausee.

Kalt wars, 5 Grad auf knapp 1100m.

Als ich so dahinfuhr, ließ ich mich von einem Hinweisschild auf das historische Pesmes verleiten, mal abzubiegen und mir das anzusehen.

Es stellte sich heraus, ein ziemlich verlassenes und zerfallendes Dorf.

Weiter ging es direkt ins Herz des Burgund,

nämlich Beaune – wie der Name schon andeutet – einer echten Schönheit.

Natürlich versäumte ich es nicht, mir auch das dortige „Bürgerspital“ anzuschauen… Die Würzburger werden verstehen, was ich meine.

Meine Route führte mich dann entlang eines Kanals mit zahllosen Staustufen – sehr schön zu fahren, zum einen kurvig und zum anderen wellig, denn an jeder Staustufe musste die Straße mit einem Aufschwung die Stufe nachempfinden 😉

 

Doch der Spaß nahm ein Ende mit einem langen Stück auf einer viel befahrenen Fernstraße, auf der von Portugal bis Ukraine alle Lkws aus ganz Europa die schnellere Weiterfahrt verhinderten und – noch blöder – mir ihre Bugwelle ans Moped drückten. Starke Scherwinde taten ihr übriges, ich musste sehr aufpassen, dass ich nicht auf die Gegenfahrbahn gedrückt wurde.

An Vichy vorbei fuhr ich dann noch bis Volvic – wer kennt nicht das Mineralwasser (in den endlosen Plastikflaschen) – deren Quelle in diesem vulkanischen Gestein der Auvergne entspringt.

Straßen- und fahrtechnisch war also fast alles dabei und am Ende des Tages war ich nach mehr als 500km ziemlich ausgekühlt.

Route des Tages 

 

 

 

Ich hab’s getan…

…ich bin losgefahren!

Offen gesagt war das wegkommen von zuhause härter als gedacht.

Deswegen bin ich direkt auf die Autobahn um „möglichst schnell“ wegzukommen. Kurz vor Freiburg hat mich das allerdings ziemlich genervt und ich bin runter und ein Stück die Breisgauer Weinstraße entlang – hier gab’s richtig Kurven… Und mehr…

In Freiburg

bin ich dann gleich mal voll ins Risiko und habe meine Packtasche tatsächlich auf dem Bock gelassen ?

In einer Espresso Bar hab ich mir von anderen Gästen dann den Tipp geben lassen, nach Eguisheim zu fahren, bevor ich richtig in die Vogesen einbiege – es hat sich gelohnt, wie man sehen kann 

Route des Tages

https://goo.gl/maps/4XbPzAiX9Go